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Japan-Reise (ein ganz persönlicher Blog)

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Japan - Der Start in mein persönliches Abenteuer

Ich war in Japan. Allein diese Feststellung haut mich immer wieder um. Ich war in einem Land, dass voller Wunder ist und dabei an jeder Ecke unglaublich durchdacht ist. Mein Plan ist es dir grob ein paar meiner Tage zu erzählen, um dir einen Eindruck von diesem Land zu machen. Vorteilhaft an meinem Reiseverhalten ist, ich habe nur in sieben Tagen bereits über 700 Bilder geschossen und kann so jeden Schritt nachvollziehen. 

 

>> Kleine Randnotiz

Warum ich zum Teil so wenig Fotos habe liegt daran, dass ab dem ersten Abend in Akihabara mein Magen streikte. Mir war schwindelig, übel und hatte mit Magenkrämpfen zu kämpfen. Die Nächte danach war auch nicht wirklich an Schlaf zu denken, ich musste immer wieder aufstehen, in unser Hotelbadezimmer und mich dort verkriechen. Das ist auch der Grund, weshalb ich meine Reise eher beenden musste, als ich wollte, denn ich konnte nicht mehr. Ich war nicht nur körperlich einfach ausgelaugt, sondern auch seelisch. Aber ich habe versucht trotzdem die Reise zu genießen und hab so viel mitgenommen an Eindrücken, wie ich nur konnte.

 

Sollte etwas fehlen oder du eine Frage haben, dann schreib sie mir einfach in die Kommentare, ich werde sie versuchen zu beantworten.


Die Anreise - Ready for take off!

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© NerdBlick by Kim Lina

Die Anreise mit seinen knapp 11 Stunden Flug war überraschend angenehm. Das war mein erster Langstreckenflug, aber ich habe mir wirklich schlimmeres vorgestellt. Das Gefühl, wenn der Pilot Gas gibt und man langsam den Boden verlässt in Richtung eines ganz, ganz fernen Landes. Aufregend! In der Sekunde war uns klar - es gibt kein Zurück mehr.

 

Als wir die 11 Stunden Flug hinter uns hatten, hättest du mein Gesicht sehen sollen. Es wird am besten durch ein Wort beschrieben: Fassungslosigkeit - aber ich hatte es geschafft, ich war in Japan angekommen. Jetzt hatten wir einige Aufgaben zu erledigen nach der Immigration (der eigentlichen Einreise). Wir besorgten uns einen WLAN-Router (mein neuer bester Freund auf der Reise), sowie unser Zug Ticket für den Shinkansen, den Schnellreisezug. Dann ging es auf nach Tokyo, besser gesagt auf nach Akihabara!!!


Start in Tokyo - Akihabara alias electro Town

Akihabara oder auch Akiba, wie es von uns Einheimischen genannt wird, ist bekannt als die Elektrocity. Hier gibt es unzählige Spielhallen mit Automaten und Geräten, unzählige Geschäfte und so viel Essen, man könnte ein Jahr nur in Akihabara Essen und würde dennoch jeden Tag was anderes finden.

 

Die Bilder lassen es vielleicht schon erahnen, dort ist es bunt, laut und aufregend. Da es unser Hauptquartier war, waren wir im Grunde jeden Tag dort und haben uns umgesehen. Wir waren bei den Convenience Stores, Läden die 24 Stunden geöffnet haben und immer leckere Fertiggerichte, Hygieneartikel, Zeitschriften oder frische Brötchen haben. Wenn ich Fertiggerichte sage, dann denke bitte auf keinen Fall an die, die uns die deutsche Küche zu bieten hat. Die Sachen dort haben Restaurantqualität! Sie sind frisch, preiswert und einfach lecker.

 

Wir haben neben dem örtlichen Book Off (ein Second Hand Geschäft für Videospiele, CDs, DVDs, BluRays, Mangas, Bücher etc.) auch das berühmte Super Potato besucht, der Laden für Retro Videospiele schlecht hin. Es gleicht einem Museum, wenn man genauer darüber nachdenkt. Sonst sind wir einfach durch jedes Geschäft geschlendert und haben uns vom Strom den plappernden Japaner mitreisen lassen. An einem Tag bildete sich eine wirklich lange Menschenschlange vor dem SEGA-Gebäude und eine junge Dame rief irgendetwas, dann wurde herunter gezählt, alle konnten am Eingang vorbeigehen und sind mit einem Papierzettel wieder ihre Wege gegangen. Ich hab keine Ahnung, was da los war, aber das war spannend!

 


Ausflug nach Nakano

Als nächstes haben wir einen Ausflug zum Nakano Broadway gemacht (und uns nebenbei auch noch den Stadtteil Nakano angesehen). Als Link gibt es übrigens wieder ein Video von Tokyo Cheapo, die wissen einfach wie man Orte einfängt.

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© NerdBlick by Kim Lina

Den Nakano Broadway könnte man als großen Komplex aus verschiedenen Markthallen beschreiben. Im Erdgeschoss gibt es die Dinge für "normale/langweilige" Menschen wie Stoffe, Souvenirs, Beautyprodukte und Co. Im Keller finden sich neben weiteren Geschäfte auch eine riesige Markthalle mit Lebensmitteln wie bspw. frisches Fleisch, Fisch, Gemüse. Hier gibt es auch zahlreiche Stände, an denen man sich direkt etwas zu Essen besorgen kann, auch ein Supermarkt ist dort unten vertreten. Doch für uns wurde das ab dem ersten Stock interessant, denn der Nakano Broadway ist ein Sammelsurium für Kurioses und unglaubliches. Neben unglaublich viel alten Blech- und Holzspielzeug, gibt es sämtliches existierendes Merchandise aus so gut wie jedem Universum, Videospiele (auch vor allem Retro), Soundtracks, Mangas und das meistverehrte: Sammelfiguren. In jedem Laden dort konnte man sich Sammelfiguren in jeglicher Form, Farbe und Oberweitengröße besorgen! Wir waren auch fast den ganzen Tag dort, es gibt unzählige Etagen und Gänge. Das ist wirklich einen Besuch wert!

Gesundheitsupdate: Nachdem wir in Nakano waren, sind wir zur ins Seibo Hospital gefahren, einer internationalen katholischen Klinik. Mein Zustand war eine Mischung aus Panik (weil ich den Drang habe, es immer allen recht machen zu wollen) und Schmerzen. Mir war total übel und hinterher hat sich auch herausgestellt, dass ich Fieber hatte. Da blieb nur eines, ab in eine Klinik. Dort angekommen haben wir Naoko kennengelernt eine Dame die in Wien studiert und gelebt hat. Sie sprach wunderbares Englisch und konnte uns helfen durch das japanische Gesundheitssystem durchzublicken. Sie haben mit mir ein MRT gemacht und mir Blut abgenommen. Nach abschließenden Untersuchungen bekam ich Medikamente verschrieben, die Naoko netterweise noch mit uns in der Apotheke abgeholt hat. Ich bin ehrlich, ohne sie wäre ich komplett aufgeschmissen und verloren gewesen. Auch wenn du das nie ließt - DANKE!


Weiter geht es nach Shinjuku! Verdammt, schon wieder regen

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Von Shinjuku haben wir nicht unbedingt viel gesehen, das war mehr dem Wetter geschuldet. Wir haben uns hier in die Einkaufszentren gestürzt, was unter anderem ein riesiges BIG CAMERA beinhaltete, 9 Etagen reinste Technik, von Waschmaschine, über Modellbaukästen zu Handys und Kameras. Doch auch Bücher, Filme und DVDs! Im Grunde als würde man einen Saturn, Mediamarkt oder Ähnliches nehmen und alles auf viel mehr Etagen erweitern! Dann packt man noch Beautyartikel, Schreibwaren und Spielzeug hinzu und ZACK hat man BIG CAMERA.

 

Das Amüsante hier waren die Chinesen. Ja tatsächlich haben wir in Japan richtig viele Chinesen gesehen, die offenbar in Japan Urlaub gemacht haben. Doch das lustige war eben, die Chinesen im Zusammenspiel mit den Japanern zu sehen. Dazu sei gesagt ein Japaner ist höflich, distanziert, zuvorkommend und effizient in dem, was er so tut. Natürlich spricht, dass nicht für alle Chinesen, sondern nur diejenigen die ich in Japan getroffen habe (vielleicht 100 Personen insgesamt) und ich habe auch nichts gegen Chinesen (bin ja mit einem verreist), aber ich fand den Vergleich schon sehr amüsant.

 

Ein kleines Beispiel: Du stehst auf einer Rolltreppe. Ein ungeschriebenes Gesetz sagt: Wer auf einer Rolltreppe steht, der steht links und lässt recht neben sich frei, damit besonders eilige Menschen daran vorbeigehen können (übrigens in Osaka genau andersherum). Das weißt du aber nicht in deinen ersten Stunden, also stehst du neben deiner Freundin und ihr quatscht. Nun kommt ein Japaner von hinten und will eigentlich rechts an Euch vorbeilaufen, doch da ihr den Weg versperrt, bleibt er ruhig hinter Euch stehen. Er sagt nicht, er räuspert sich nicht oder gibt ein ähnliches Signal. Auch weitere Japaner kommen dazu und es bildet sich rechts eine Schlange, doch NIEMAND sagt oder tut etwas bis man unten angekommen ist und weiter seiner Wege geht. Hätten wir im gleichen Beispiel einen Chinesen an erster Stelle hinter Euch gehabt, hättet ihr etwas "Gemecker" gehört und kurz darauf auch mal einen Ellbogen in der Seite gehabt. Dann wäre der Chinese schneller seiner Wege gegangen.

 

Doch zurück zu Shinjuku - wir haben uns in der U-Bahn Station etwas verlaufen, weil es doch ein wirklich großer Bahnhof ist und laut Statistiken der Ticketautomaten rund gibt es hier rund 3. Millionen Passagieren am Tag! Es gibt zahlreiche Ein- und Ausgänge, verschiedene Richtungen und Linien. Ein echtes Dungeon nur mit weniger Bossen (wenn man den Ticketautomaten nicht mitzählt).

 


Auf ins Poké-Center!!!... ich meine auf nach Ikebukuro!

 

Der heutige Tag wurde vielleicht etwas länger als ursprünglich geplant, aber um ehrlich zu sein, war es mein liebster Tag. Ich hatte jetzt seit drei Tagen zwar nichts gegessen, aber ich gewöhnte mich langsam daran, überall Essen zu riechen, ohne gleich einen Würgereflex zu haben. Außerdem zeigte mir mein Schrittzähler für den heutigen Tag 18.000 Schritte an, wir waren richtig weit gelaufen! Aber vielleicht sollte ich erst einmal erwähnen, wo es eigentlich hingeht: Ikebukuro und Asakusa!

 

Erste Station war Ikebukuro und nach kurzer Orientierungsphase fanden wir uns vor einem Wohnkomplex wieder. Die Verwirrung war groß, denn hier sollte doch eigentlich das Pokémon-Center sein. Wir folgten dem Menschenstrom und fanden uns dann in Sunshine-City wieder, einem gigantischen Einkaufszentrum mit verschiedensten Shops wie einem Disney Store, Ghibli Shop und eben unserem Objekt der Begierde: dem Pokémon-Center. Es gab außerdem Live Musik und überall wie immer - Essen! 

 

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Doch auf dem Weg zu unserem Pokémon-Center fanden wir die Aufschrift "Sky-Circus" und wollten die Gelegenheit mal nutzen, denn das Gebäude in dem wir uns befanden, hatte 60. Stockwerke.

 

Gesagt, getan!

 

Zwei Tickets später standen wir im Aufzug, der uns mit 600 m die Sekunde nach oben schoss. Der Blick von oben war wirklich atemberaubend. So weit man blicken konnte, war nur Tokyo zu sehen! Zumindest bis auf einer Aufnahme, da lässt sich sogar der Fuji kurz blicken. Wir konnten fast durch die ganze Etage laufen, es gab verschiedene Möglichkeit mit Spiegeln und Bildschirmen zu interagieren, doch mein Blick war immer nur aus dem Fenster heraus. Ich stand einfach nur mit offenem Mund da und mein Gehirn war völlig überfordert. Ich komme aus einer Stadt, die im Tal liegt, ich kann meist nicht weit gucken, aber DAS?! Einfach wunderschön!

Wenn man die Chance mal hat sich eine Stadt oder im speziellen Tokyo von so einer Höhe aus anzusehen, dann solltet ihr das auch machen. Der Skycircus hatte auch noch mehr zu bieten als "nur" den Fensterblick. Es gibt auch zahlreiche VR-Games die man zocken konnte, doch wir waren jetzt nicht so angetan von dem Angebot. Wenn du dich informieren willst, schau doch auf der Webseite mal nach SKY CIRCUS. Wir waren auf jeden Fall nach unserer Runde absolut beeindruckt und beschlossen, weiter das Pokémon-Center zu suchen.

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Das Center (erst einmal das letzte Mal, dass ich diesen Begriff verwende, versprochen) war schön hell, groß und bunt. Außerdem fanden wir unsere Lieblingsmiturlauber die Chinesen wieder, neben richtig vielen anderen Menschen. Doch irgendwann pendelte sich so eine Art Menschenschlange ein, in der man eingereiht von Regal zu Regal schlendern konnte.

 

Selbstverständlich habe ich hier ordentlich zugeschlagen und knapp 200 Euro da lassen müssen... aber es ist natürlich alles nur für den Blog und es waren ja auch einige Geschenke dabei (ja im Ausreden finden bin ich gut)!

 

Leserfrage: Lohnt sich ein Besuch? Oder ist das nur eine überteuerte Touristenfalle?

 

Definitiv BESUCHEN und wenn möglich, alles mitnehmen ohne auf die Preise zu achten. So eine Chance hat man ja nicht oft.


Ein Marsch der Socken kostete - Von Ueno nach Asakusa

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Wie jetzt? Socken? Ja, da hast du richtig gelesen. Wir entschieden, weil wir nicht wussten, mit welcher Bahn wir fahren mussten, einfach von Ueno nach Asakusa zu laufen. Sind doch nur 37 Minuten und so sehen wir auch noch was von der Umgebung! 

 

Wir packten all unsere Sachen aus Ikebukuro in eines der Schließfächer (welche ich absolut empfehlen kann) und machten uns auf den Weg. Optisch kamen wir nicht wirklich voran, weil es eine lange Straße war mit immer gleichen Gebäuden und Pflanzen rechts und links. Doch Spaß hat es auf jeden Fall gemacht. 

Bei einer kurzen Zwischenpause bemerkte ich dann, das irgendwas in meinem Schuh sich komisch anfühlte, tja dass war die Socke, sie hat den Tag nicht überlebt...

 

Auf dem Weg bemerkten wir ein großes rotes Holztor. Diese waren dafür gemacht, dass Götter hindurch schreiten können, um in unsere Welt zu kommen, wir Menschen müssen seitlich hindurch, die Mitte ist für die Götter bestimmt. Wir gingen durch das Tor und entdeckten am Ende der Seitenstraße einen kleinen Schrein, den Shitaya Schrein. Es war wunderbar, dort zu sein, von dem aufgeregten Tokyo nur ein paar Schritte in eine ganz ruhige, spirituelle und auch beruhigende Ecke. Man konnte zahlreiche Japaner jeder Altersklasse vorbeiziehen sehen, welche alle kurz innehielten, beteten und dann wieder ihres Wege zogen. Total beeindruckend und ich bin froh, dort gewesen zu sein.

 

Leserfrage: Hast du auch gebetet in dem Schrein? Wie funktioniert das dort?

 

Tatsächlich hab ich das auch getan. Man tritt vor, wirft (wenn vorhanden) eine 25 Yen Münze in den vorgesehenen Kasten und klatscht in die Hände. Damit macht man die Götter auf sich aufmerksam. Dann kann man sein Gebet sprechen oder denken, je nachdem was einem lieber ist. Wenn man sich unsicher ist, einfach auf einen Einheimischen warten und heimlich beobachten - klappt immer!

 

Nach unserem kurzen Stop und Einkauf in einem Getränke Automat (habe die kleinste Dose Monster Energydrink überhaupt gekauft für meinen Freund), ging es weiter Richtung Asakusa. Als wir in der "Orange Street" waren, dachten wir endgültig wir hätten uns verlaufen, doch nach ein paar weiteren Metern sahen wir bereits die Marktstände und kurz darauf den Tempel.

 


Ein Tag am Meer... oder so ähnlich

Mein letzter Tag in Japan war noch mal vollgepackt mit einem tollen Programm. Nach dem Aufstehen sind wir nach Odaiba gefahren, dem Hafen-Distrikt von Tokyo. Hier gibt es zahlreiche Outlet-Center, Einkaufsmöglichkeiten und Museen. Auch die große Mecha-Statue die zu unterschiedlichen Zeiten aktiv wird, steht dort.

 

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Doch wir hatten uns, noch in Deutschland, Tickets für das Digital Art Museum gebucht. Mein Mitreisender hatte gelesen, dass es sich lohnt direkt zur Eröffnung dazu sein und es war eine super Entscheidung.

Als wir nach ungefähr zwei Stunden wieder raus kamen, ging die Schlange bereits um das Gebäude herum (siehe Foto). Wie dem auch sei, das Digital Art Museum ist auf jeden Fall eine Reise wert. Durch unzählige Projektoren, sowie den klugen Einsatz von Musik und Düften entdeckt man eine komplett Neue Welt. Wir waren in einem Garten mit Tausenden von Blumen und Blüten. Es hat so wunderbar geduftet und die Musik war entspannend. Alles wollte fotografiert werden, doch die Fotos können das nicht ansatzweise einfangen. Es gab auch noch das Angebot einer Art Teezeremonie aber ehrlich gesagt... der Tee war... sagen wir nicht so lecker. Nach einer kleinen Wanderung durch sämtliche Hallen gingen wir wieder hinaus und stellten fest: Das war wirklich ein guter Tipp und absolut lohnenswert, sofern man früh genug da ist! 

 

Auf dem Rückweg konnten wir noch mal die komplette Landschaft des Hafens genießen. Alles ist unglaublich großzügig und weitläufig gestaltet. Zu meiner Schande habe ich einfach nur noch die letzten Minuten genossen und keine Fotos vom Wasser gemacht. Dafür musst du wohl oder übel selbst anreisen und es dir ansehen.

 

(Die Fotos vom Digital Art Museum habe ich von der Webseite entnommen, weil meine Bilder nicht wirklich hochwertig waren, da waren einfach die Grenzen meiner Kamera.)


und? Wie wars in Japan?

Die Frage habe ich oft gehört nach der Reise. Ich fand Japan unglaublich und glaube selbst immer noch nicht, das ich da war. Ich habe in der einen Woche so viel Eindrücke bekommen und Sachen erlebt! Einfach unglaublich! Die Japaner sind nett und höflich, aber auch distanziert und ihnen fehlt etwas Herzlichkeit, auch wenn sie alle nett lächeln. Aber ich glaube, wenn man den ganzen Tag lächelt und das 365 Tage im Jahr, dann stirbt etwas Wärme im Lachen. 

 

Für mich selbst habe ich viel gelernt und gemerkt, ich kann mehr, als ich mir zutraue. Ich bin allein von Japan nach Dubai geflogen, dort umgestiegen und in Deutschland wieder eingereist. Dafür, dass das erst mein zweiter Flug war, bin ich sehr stolz auf mich. Ich kann mich in einem Land arrangieren, ich kann mich verständigen und mein Englisch ist nicht ganz so übel. Doch auch mit Händen und Füßen kann man sich gut unterhalten und kommt klar. Viele Dinge, die ich vorher über Japan gelernt habe, sind im echten Leben gar nicht so. Bahn fahren ist gar nicht so kompliziert, wie die Pläne es vermuten lassen. Hat man das System einmal verstanden, dann geht es von allein und kostet fast gar nichts! Als Basislinie empfehle ich die Yamanote Line, die fährt im Kreis rund durch die interessantesten Viertel. Dann habe ich gelernt, dass man in der U-Bahn sehr wohl reden darf und ich saß neben einem Mann der Schokolade gegessen und Pflaumenwein dazu getrunken hat! In der Bahn! Es gab sogar Japaner... die haben im GEHEN GEGESSEN! Ich weiß, ich habe dein Weltbild völlig zerstört. Zusammengefasst kann man sagen, Japan muss man selbst erleben, man kann es nicht aus Büchern kennenlernen. 

 

Solltest du die Chance einmal haben dieses Land zu besuchen - Tu es! Du wirst es nicht bereuen! Es steckt voller Wunder und einmal eine andere Kultur zu erleben, die sich so dermaßen von der Deutschen unterscheidet, lohnt sich alle Mal.

 

© NerdBlick by Kim Lina
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